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Ideen für mehr Lebensqualität

Ein Artikel der Badischen Zeitung vom 1. August 2009 /von S. Barthmes

LENZKIRCH. Mit Hilfe eines neuen Projektes soll die Gemeinde attraktiver und der Einzelhandel gestärkt werden. "Lebensqualität durch Nähe" ist das Konzept überschrieben, dessen Umsetzung von der Europäischen Union (Leader) und in Lenzkirch auch vom Landkreis finanziell gefördert wird.

Die Leader-Geschäftsstelle hatte die Gemeinde 2008 gefragt, ob sie Interesse an diesem Projekt habe. Bürgermeister Reinhard Feser informierte sich daraufhin in Gemeinden, in denen es schon umgesetzt wurde. Das Ergebnis seiner Umfrage: "Lebensqualität durch Nähe" wurde als ein Projekt empfohlen, das tatsächlich Wirkung zeige und nicht nur Papier produziere.

Im Oktober beschloss der Gemeinderat sich neben den Gemeinden Unterkirnach, Glottertal und Elzach, daran zu beteiligen. Jetzt sind alle Zuschussbescheide im Rathaus eingegangen. Im Herbst soll mit einer Bürgerversammlung, in der umfassend informiert wird, der Start erfolgen, sagt Feser.

Auf zwei Jahre sei das Projekt angelegt. Insgesamt koste es rund 25 500 Euro, wobei über einen Zuschuss 55 Prozent der Kosten abgedeckt werden. Die Gemeinde selbst muss noch etwa 11500 Euro für die Verwirklichung bezahlen.

In der Zeit wollen die Fachleute zusammen mit Einheimischen – ähnlich wie in der Zukunftswerkstatt in Titisee-Neustadt – Ideen sammeln, wie die Gemeinde attraktiver gemacht werden könne. Denn ein Problem, das auch Lenzkirch betreffe, sei der Leerstand von Ladenlokalen und sicher auch die manchmal schwer regelbare Nachfolge in Betrieb, weiß Feser.

Deshalb müssten Wege gefunden werden, die Leute stärker vom eigenen Ort zu überzeugen, damit sie in Zukunft verstärkt in den Geschäften in Lenzkirch und in den Ortsteilen einkaufen.

Das Projekt setze daher auch auf einen Bewusstseinswandel, erklärt der Bürgermeister. Die Arbeit der Fachleute würde schon in der Grundschule beginnen, wo den Schülern beispielsweise erklärt werde, was es bedeutet, wenn die Milch der in der Region verwurzelten Molkereien gekauft wird. Mit Hilfe des Projektes soll ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl in der Gemeinde entstehen.

Den genauen Umsetzungsplan für das Projekt kennt Feser noch nicht. Der Vertrag mit dem in Freiburg ansässigen Verein "Spes Zukunftsmodelle", der das Projekt umsetzt, wird noch geschlossen.

Das Projekt basiere auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung, heißt es beim Verein. Es beruhe auf dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe und werde von erfahrenen Projektbetreuern begleitet. Ziel sei es "Bewusstsein und Sympathie für die Träger der örtlichen Lebensqualität zu erzeugen" und ein "verstärktes Wir-Gefühl für Dorf, Gemeinde, Pfarrei und Region zu entwickeln."

Nach einer sogenannten Impulsveranstaltung sollen thematische Arbeitskreise gebildet werden, deren Aufgabe es ist, konkrete Projekte zu entwickeln. Nach zwei Jahren endet die Begleitung – Ideen müssen dann selbstverantwortlich umgesetzt werden.  


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