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Eine Hilfe zu mehr Qualität

Vorbereitungsteam benennt erste Themen für das Pilotprojekt "Lebensqualität durch Nähe".

Projektbetreuer Alexander Hölsch und BM Feser Foto: Ralf Morys

LENZKIRCH. Das Projekt "Lebensqualität durch Nähe" steht im Haslachstädtchen in den Startblöcken. Das knapp 20-köpfige Vorbereitungsteam hat am Donnerstagabend in einer 130-minütigen Sitzung im Kurhaus den weiteren Weg bis zur Auftaktveranstaltung im Juni ausgepflockt und die Themen für die Arbeitskreise grob benannt. Am Montag, 12. April, beginnt die konkrete Arbeit für das Vorbereitungsteam, dann gilt es diese Themen in den Arbeitskreisen zu beackern, damit das Pilotprojekt auch gut aus den Startblöcken kommt.

Das Schließen kleiner Dorfläden, die Aufgabe ihrer Zweigstellen durch die regionalen Banken, der Verlust von nahen Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen sind häufige Schlagzeilen aus dem ländlichen Raum. Diesem Trend möchte das Projekt "Lebensqualität durch Nähe" entgegenwirken. Bürgermeister Feser meinte, die Gemeinde habe sich zur Teilnahme entschlossen, als der Leerstand an Läden im Ort ein bedenkliches Ausmaß erreicht hatte. Nun unterstützt SPES, eine in der Gemeinde- und Regionalentwicklung tätige Einrichtung, die Gemeinde in sinnvollen Projekten, die zur Sicherung der Lebensqualität beitragen. Betreut wird dies von Alexander Hölsch, der vor dem Vorbereitungsteam aber ausführte, dass er als Schrittmacher fungieren, aber nicht sagen werde, wo es lang gehe. Hölsch möchte Impulse geben, wie die einzelnen Projekte auf den Weg gebracht werden können. Das Ganze müsse sich von unten her entwickeln.

Hölsch zeigte sich erfreut über das Vorbereitungsteam in Lenzkirch und informierte, dass in den acht strukturschwachen Regionen in Baden-Württemberg sich 35 Gemeinden an diesem Projekt beteiligen und bislang habe nur eine einzige Gemeinde ihre Bemühungen um "Lebensqualität durch Nähe" vorzeitig eingestellt. Hölsch bat die Teilnehmer stets im ersten Schritt kritisch zu prüfen, ob ein angestrebtes Ziel nicht doch erreicht werden könnte. Ein großes Problem sei es, wenn man gleich über das Wissen verfüge, warum etwas nicht funktionieren könne. Eine positive Grundeinstellung sei unerlässlich. Hölsch führte als Beispiel einen neuen Dorfladen in einer 700 Einwohner-Gemeinde auf der Höri an, der so entstanden sei und gut da stehe.

Ein anderes oft erarbeitetes Thema sei "Altwerden in vertrauter Umgebung". Hier könnte mit ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe, zu bezahlender Hilfe von Haus zu Haus sowie Sozialstation und Wohngruppen oder betreutem Wohnen ein gutes Angebot geschaffen werden.

Nach diesen Hinweisen waren die ersten Themen für Lenzkirch schnell gefunden. Die Nahversorgung im Kernort und in den Ortsteilen sichern. Bürgermeister Feser sprach von einem Hofladen, in dem die heimischen Landwirte ihre Produkte anbieten. Altwerden in vertrauter Umgebung; regenerative Energiegewinnung; Ausbau der Schulbetreuung und der Jugendarbeit. Bei mehreren Projekten wäre eine Einbeziehung des Vereins Familienfreundliches Lenzkirch naheliegend.

In der Diskussion über die Themenfindung, hatte sich Daniela Fiedler für ein Projekt ausgesprochen, das der Vereinsamung und Überlastungen von Familien durch Pflege der Eltern entgegenwirkt. Hier könnte auch ein Babysitterdienst angeschlossen werden. Renate Pfaff sah diese Notwendigkeit auch, verwies auf einen kirchlichen Vorstoß in diese Richtung, der verpuffte. Mathias Brugger würde gerne im Bereich Energiegewinnung etwa gestalten. Saigs Ortsvorsteher Walter Sigwarth fragte nach analytischen Erfahrungen in kleineren Dörfern, wo Einkaufsmöglichkeiten auf Genossenschaftsbasis erhalten werden. Außerdem wollte er den Begriff Nähe genauer definiert wissen. Heiße dies Gesamtgemeinde, Kernort oder Ortsteil? Hölsch erwiderte, eine gesunde Entwicklung gehe vom Kern aus.

Florian Wohllaib aus Raitenbuch schlug für die Arbeitskreise vor, die Leute direkt anzusprechen und die Themen so ins Laufen zu bringen. Walter Sigwarth gab zu bedenken, dass sich Leute scheuen könnten, sich an einen Verein zu wenden, um Hilfe zu erbitten. Die kleine Zelle der Nachbarschaftshilfe lebe und sei ein Trumpf im Dorf. Es gibt bereits einige "stille Helfer", so Sigwarth. Die Themen für Lenzkirch stehen fest, jetzt gehe es darum, diese mit Fleisch zu füllen und Leute zu suchen, die mitarbeiten, meinte Hölsch. Dazu bietet sich die erste Chance am Montag, 12. April, um 20 Uhr im Kurhaus beim nächsten Treffen.


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