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Bürger schaffen neue Perspektiven

Ein Bericht des Schwarzwälder-Boten vom 01.02.2011 von Antonie Anton

Die "Nachbarschaftshilfe Lichtblicke" in Hardt wurde auf den Weg gebracht. Von links: Erika Roming, Bernd-Ulrich Beisse, Gudrun Breithaupt-Hampel, Antonie Anton, Brigitte Kernbach, Heidi Brunner, Nadja Elkmann, Elisabeth Flaig. Projektleiter Hölsch, Gabi Krötz und Bürgermeister Herbert Halder. Foto: Anton Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Antonie Anton Hardt. Das Leader-Projekt "Lebensqualität durch Nähe" der Gemeinde Hardt hat erste Früchte hervorgebracht.In der Gründungsversammlung im Gasthof "Kreuz" wurde die Nachbarschaftshilfe "Lichtblicke" als jüngster Hardter Verein aus der Taufe gehoben. Bürgermeister Herbert Halder hieß Projektleiter Hölsch, die Mitglieder des Arbeitskreises Nachbarschaftshilfe, die Mitglieder des Gemeinderats, Pfarrer Steinhilber als Vertreter der Ortskirchen und rund 30 interessierte Bürger willkommen.

In seinem Rückblick erinnerte er an die vorangegangenen Stationen: 2009 Gemeinderatsbeschluss, an dem Projekt teilzunehmen, 2010 Bildung der drei Arbeitskreise Nachbarschaftshilfe, Nahversorgung und Hardtrock-Café, und 2011 Gründung des Vereins "Nachbarschaftshilfe "Lichtblicke" Hardt.

Der Dank des Gemeindeoberhaupts galt allen, die bei der Vorbereitung mitgewirkt hatten. Wie sich gezeigt habe, gebe es in der Gemeinde einen Bedarf an Hilfe "rund um den Haushalt". Zielgruppe seien Ältere, Kranke, Behinderte und junge Familien. Hier solle die Nachbarschaftshilfe eine Lücke füllen, zusätzlich zur professionellen Krankenpflege.

Generationenübergreifend solle der Verein, der eine enge Zusammenarbeit mit den beiden Kirchengemeinden, der Grundschule, den örtlich tätigen Hilfsorganisationen und den im Ort tätigen Pflegediensten vorsehe, den Zusammenhalt in der Gemeinde fördern. Der Arbeitskreis habe sich für eine eigenständige Lösung entschieden, ohne Anschluss an die Sozialstation Schramberg. Aus einem derzeit laufenden Altenpflegekurs, an dem 28 Personen teilnehmen, seien 17 zur Mithilfe bereit.

So äußerte sich Bürgermeister Halder zuversichtlich, dass mit der Nachbarschaftshilfe neue Perspektiven geschaffen würden. Die Vereinssatzung, abgefasst nach dem Modell anderer Gemeinden mit erfolgreicher Nachbarschaftshilfe und abgesprochen mit dem Amtsgericht Oberndorf, wurde von Bernd Ulrich Beisse vorgestellt. Dessen Dank galt zunächst Bürgermeister Halder und den Gemeinderäten, die das Projekt sehr unterstützt hätten.

Die Altersstruktur von Hardt mit 600 Einwohnern über 60 Jahren und rund 80 Einwohnern mit Pflegeeinstufung zeige einen Bedarf, dem durch das Mitwirken der Bürger solidarisch Rechnung getragen werden soll. Zweck des Vereins sei die Hilfe bei Einzelpersonen oder Familien im Krankheitsfall oder bei Behinderungen. Gemeint seien vor allem auch Tätigkeiten nach der Pflege.

In einer weiteren Ausbaustufe sei die Vermittlung von Tagesmüttern, Kinderbetreuung, Hausaufgaben-Betreuung, Schüler-Nachhilfe sowie berufliches Coaching vorgesehen.Eine spätere Aktivität in Nachbargemeinden sei auf deren Wunsch möglich. Leistungen des Vereins würden berechnet, könnten aber bei Nachweis von Bedürftigkeit ganz oder teilweise erlassen werden. Im Gegenzug erhielten die Helfer eine "Ehrenamtspauschale".

Die Hilfsangebote des Vereins, der seine Gemeinnützigkeit noch beim Finanzamt Rottweil beglaubigen lassen werde, richteten sich an alle Menschen, unabhängig von Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Bei Bedürftigkeit könne der Mitgliedsbeitrag erlassen werden.

Erika Roming wurde zur Vorsitzenden gewählt, Bernd-Ulrich Beisse zum stellvertretenden Vorsitzenden, Nadja Elkman zur Kassiererin sowie Brigitte Kernbach, Heidi Brunner, Gudrun Breithampt-Hampel und Antonie Anton zu Beisitzerinnen.

Zusätzliche Mitglieder können noch von Gemeinde und Kirchengemeinde entsandt werden. Einstimmig wurden Elisabeth Flaig und Gabi Krötz als Einsatzleiterinnen bestätigt. Ebenso einstimmig wurden Mitgliedsbeiträge, Leistungsgebühren und Helfer-Entlohnung beschlossen.

Die neue Vorsitzende Erika Roming dankte Projektleiter Hölsch und Bürgermeister Halder für deren Unterstützung und schloss auch Fr. Hensler in Gaienhofen in ihren Dank ein. Beim Besuch in Gaienhofen habe es bei ihr "Klick" gemacht. Nachbarschaftshilfe sei gelebte Nächstenliebe.


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