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Bürger packen Zukunft des Ortes an

Ein Bericht des Schwarzwälder Boten vom 19.10.2010

Erste Ergebnisse zur Gestaltung der Zukunft legten die Arbeitskreise in einer Sitzung vor. Foto: Kommert / Schwarzwälder-Bote

Unterkirnach (hjk). Eine Sitzung, die vielleicht großen Einfluss auf die Zukunft Unterkirnachs haben könnte, fand am Montag im Bürgersaal statt.Vor rund einem halben Jahr war man auseinander gegangen, drei Arbeitskreise sollten sich um "Unterkirnach – Leben im Fünfsternedorf" kümmern. Lebensqualität durch Nähe lautete das Ziel, das sich die Arbeitskreise auf die Fahne geschrieben hatten.

Moderiert von Projektbetreuer Alexander Hölsch von der Studiengesellschaft für Projekte zur Erneuerung der Strukturen (SPES) legten die ursprünglichen drei Arbeitskreise die ersten Schwerpunkte vor.

Der Arbeitskreis "Nahversorgung" stellte heraus, dass für die Mitglieder der Erhalt der vorhandenen Versorgung vorrangig ist. Darüber hinaus machten sie sich Gedanken, wie man den älteren Mitbürgern helfen kann, wenn sie selbst nicht mehr zum Einkaufen gehen können. Manfred Kuon vom örtlichen Markt erklärte, dass er generell bereit wäre, Hauslieferungen durchzuführen. "Aber nur dann, wenn man merkt, dass das nicht nur das Vergessene vom Einkauf in Villingen ist", machte er deutlich.

Nicole Günaydin vom See stüble sah die Möglichkeit, ihr geplantes Bürgercafé zwei Mal wöchentlich zu öffnen, etwa ab Frühjahr 2011. Allerdings könne sie nicht alles allein stemmen. Ihr wurde geraten sich mit den Kirnacher Landfrauen in Verbindung zu setzen. Dies konnte auch Moderator Hölsch nur befürworten.

Michael Klafky möchte das Bürgercafé mit Kleinkunst verbunden sehen. Um das Gewerbe im Allgemeinen und speziell die Neuansiedlung kleinerer Gewerbebetriebe müsse man sich kümmern. Dazu konnte Bürgermeister Gerold Löffler beitragen. Am 10. November finde ein Vortrag der Industrie- und Handelskammer statt, der auf die spezielle Vermarktung von Gewerbeimmobilien abziele.

Elfriede Dufner sprach für den Arbeitskreis "Soziale Vernetzung". Hier sei durch den Gemeindehilfeverein in direkter Zusammenarbeit mit der Sozialstation mit sieben Pflegekräften und rund 20 Nachbarschaftshelferinnen bereits viel erreicht worden. Dazu käme recht neu die Zusammenarbeit mit der Caritas im Betreuten Wohnen. Dufner wünscht sich mehrmals jährlich Treffen mit Neubürgern, die dann alle Informationen über die Möglichkeiten der Gemeinde erhalten. "Das könnte man mit einem Sektempfang durch den Bürgermeister verknüpfen", meinte sie. Eine deutliche Verbesserung der gemeindeeigenen Internetseite ist ebenfalls auf der Wunschliste. Daran werde gerade gearbeitet, erklärten der Bürgermeister und Jutta Böing vom Tourismusbüro.

Dann stand auf dem Wunschzettel eine Art "Bür gerbus" oder Dorfmobil. "Gerade in den Ferien fährt kein Bus den Berg hinauf oder Richtung Stockwald", machte sie ihr Anliegen deutlich. Gerade die älteren Mitbürger hätten oft kein eigenes Fahrzeug. Da müsse Abhilfe geschaffen werden.

Der Arbeitskreis "Serviceangebot für Gäste" hatte sich zunächst drei Themen auf die Fahne geschrieben. Zwei davon aber sogleich hintenangestellt. Als erste Priorität sahen sie die Erweiterung der vorhandenen Bettenkapaztität.


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