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Die Arbeitskreise nehmen Fahrt auf

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 18.02.2011. Von Ralf Morys

Projekt "Lebensqualität durch Nähe" endet im November / Bis dahin müssen die Aufgabenfelder auf klaren Strukturen stehen.

LENZKIRCH. Die ersten kleinen Schritte haben die drei Arbeitskreise im Projekt "Lebensqualität durch Nähe" zwar gemacht, doch sind sie noch auf weitere Schrittmacherdienste angewiesen, um so richtig ins Laufen zu kommen. Das sieht auch Projektleiter Alexander Hölsch von der Freiburger Firma Spes so. Beim zweiten Gesamttreffen der Arbeitskreise am Mittwochabend im Kurhaus wies Hölsch auf das Projektende nach zwei Jahren im Juli hin. In Lenzkirch werde das Projekt und damit seine Begleitung der Vorhaben bis Ende November verlängert.

Auf zwei Jahre war das Projekt ausgelegt, doch bis nach dem Gemeinderatsbeschluss, sich an diesem Projekt zu beteiligen, auch alle bürokratischen Hürden überwunden waren, verstrichen schon alleine zwölf Monate. In einem Jahr nun fanden sich drei Aufgabenfelder und die Arbeitskreise zueinander. Am Mittwoch gab es im Kurhaus nun die Zwischenergebnisse zu hören. In welchen Strukturen die Arbeit künftig weitergehen soll, zeigten die Sprecher der Arbeitskreise "CO2 reduziertes Lenzkirch", "Seniorenfreundliches Lenzkirch" und "Leerstand beheben, Läden beleben" auf.

Seniorenfreundliches Lenzkirch

Nachdem ein erster Gegenwind aus der Sozialstation dem Arbeitskreis zunächst etwas den Wind aus den Segeln nahm, liegt man nach einem Besuch in Gaienhofen bei Maria Hensler nun wieder hart am Wind und auf Kurs. Gerdy Wiemer berichtete von der Info-Tour auf die Höri. Dort startete die Nachbarschaftshilfe vor acht Jahren mit drei Leuten. Heute sind dort 55 Leute (meist Geringbeschäftigte) auf der Lohnliste. Der Verein weist einen Haushalt mit 110 000 Euro Umsatz auf und verfügt über Rücklagen in fünfstelliger Höhe. Die Erkenntnis der Fahrt lautet : Ein Verein muss gegründet werden, hielt Gerdy Wiemer fest. Dieser Verein sei wegen den Versicherungs- und Haftungsfragen wichtig, sowie den entstehenden Arbeitsverhältnissen. Man strebe keine Konkurrenz zu den Pflegediensten an, sondern wolle eine Lücke füllen. An Leistungen wolle man arbeiten wie Einkaufshilfen, Arztbegleitung oder Rasenmähen. Zielgruppe seien Senioren, die keine Pflegestufen haben, aber Hilfen im Alltag benötigen. Als Vereinsname für die Nachbarschaftshilfe sei Füreinander – Miteinander denkbar. Ziel sei es ein Netzwerk aufzubauen und die Menschen zueinander zu bringen, meint Wiemer. Am 22. März findet eine Vorbesprechung der Vereinsgründung mit Bürgermeister Feser, Pfarrer Buchmüller und dem Pfarrgemeinderat und dem Ältestenkreis der beiden Kirchengemeinden statt. Mit der weiteren Unterstützung von Projektleiter Hölsch und von Maria Hensler aus Gaienhofen, bekommen wir das hin, war sich Wiemer sicher. Auf Bürgermeister Feser komme dabei etwas zu, denn der Verein benötige ein Büro. Auf der Höri wird es von der katholischen Gemeinde gestellt und in der Gemeinde Hardt stelle die Gemeinde ein Büro zur Verfügung, warf Hölsch ein. Wiemer gab bekannt, dass jemand bereit stünde, den Vorsitz im noch zu gründenden Verein zu übernehmen, sie selbst würde als stellvertretende Vorsitzende zur Verfügung stehen. Der Verein benötige aber auch fördernde Mitglieder. Außerdem werde im Herbst ein Kurs für hauswirtschaftliche Altenhilfe gestartet, der auch junge Frauen ansprechen soll. Weitere Infos dazu sind im Sommer vorgesehen.

CO2-reduziertes Lenzkirch

Dem breitgefächerten Themenfeld der regenerativen Energien, nehmen sich 18 Mitglieder im Arbeitskreis an, berichtete Klaus Staub. Der Arbeitskreis ließ sich vom Gemeinderat den Rücken stärken und möchte die Bürger mit Hilfe eines Vortrags, eines Films und dem Halt des Expeditionsmobils für diese Thematik sensibilisieren. Im Mai wird über die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft informiert, die dann im Juni gegründet werden soll. Diese Bürgerenergiegenossenschaft möchte als erstes eine Photovoltaikanlage auf einem Dach installieren. Die Suche nach geeigneten Dachflächen läuft. Allerdings setzt eine Genossenschaft auch einen Mindestumsatz im Jahr voraus. Deshalb werden wohl gleich zwei Dächer benötigt, gab Staub bekannt. Projektleiter Hölsch lobte, "das hat Hand und Fuß, was da passiert".

 

Läden erhalten, Leerstand beheben

Bürgermeister Reinhard Feser berichtete, dass sich an der jüngsten Sitzung dieses Arbeitskreises 13 Personen beteiligten. Kurz vor dem Jahreswechsel schrieb man die Eigner von leerstehenden Ladenflächen in Lenzkirch an, ob diese bereit wären, die Flächen bis zur Vermietung günstig zur Verfügung zu stellen, oder diese günstig und mit kurzen Kündigungsfristen vermieten würden sowie welche eigenen Ideen sie zur Belebung ihrer Läden hätten. Von den vier angeschriebenen Eignern zeigten drei ein Entgegenkommen. Der Vierte habe bereits eigene Pläne, die er umsetzen möchte. Mit dem Slogan "Lenzkirch zeigt, was es hat", soll Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Leere Schaufenster könnten Existenzgründern zur Verfügung gestellt werden. Verabschiedet hat sich der Arbeitskreis von der Idee eines winterlichen Wochenmarktes in einem Laden. Hier hätten die Beschicker kein Interesse gezeigt und im Winter gebe es auch kein Obst oder Gemüse aus der Region. Die Gewerbegemeinschaft Lenzkirch, die im Arbeitskreis integriert sei, überlege eine Fragebogen-Aktion zu starten. Ein Quiz für Schüler sei angedacht. Die Fragen könnten lauten: Wer repariert mir den Fernseher,; woher bekomme ich meine Batterien für den mp3-player und ähnliches. Mit kleinen Preisen könnte das Quiz attraktiver gemacht werden.

 

Projektleiter Hölsch meinte dazu, das Projekt schlage Wellen bis zur Sozialstation, doch die werden sich wieder legen, sobald die Arbeit begonnen habe. Deshalb sollte der Arbeitskreis auf dem einmal gewählten Kurs konsequent weiter steuern. Als Starthilfe für die drei Arbeitskreise stehen insgesamt 3700 Euro zur Verfügung, die bis November zu verbrauchen sind. Als bemerkenswert bezeichnet Hölsch den Informationsaustausch zwischen den Arbeitskreisen, Gemeinderat und Verwaltung. Im April wollen die Arbeitskreise im Gemeinderat über ihre Aktivitäten berichten. Das nächste gemeinsame Treffen der drei Arbeitskreise ist für Mittwoch, 11. Mai, geplant.


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