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Von der Höri kommt etwas Starthilfe

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 09.02.2011. Von Ralf Morys. 

Arbeitskreis Senioren freundliches Lenzkirch informiert sich in Gaienhofen über das Netz der Nachbarschaftshilfe.

So wie hier in Albbruck soll es auch in Lenzkirch bald eine Nachbarschaftshilfe geben. Foto: Dehmel

LENZKIRCH. Der Arbeitskreis Senioren freundliches Lenzkirch möchte eine Hilfskette von Haus zu Haus aufbauen. Dabei muss das Rad nicht neu erfunden werden. Auf der Höri hat Maria Hensler eine solche Nachbarschaftshilfe gegründet. Der "harte Kern" des Arbeitskreises unternahm eine Informationsfahrt nach Gaienhofen. Deren Fazit lautet: Ein Verein muss gegründet werden. Dafür sollen im März mit Bürgermeister Reinhard Feser und Pfarrer Johannes Buchmüller die Weichen gestellt werden. Die Vereinsgründung ist dann für den Herbst geplant.

Die Sprecherin des Arbeitskreises Senioren freundliches Lenzkirch, Gerdy Wiemer, spricht von drei effizienten Stunden auf der Höri. Maria Hensler stellte ihren Verein "Hilfe von Haus zu Haus" in Gaienhofen-Horn den neun Lenzkircherinnen vor. Dem Verein stehen von der katholischen Gemeinde Räume zur Verfügung. In einem kleinen Büro mit zwei Arbeitsplätzen und einem Besprechungstisch arbeiten die beiden Einsatzleiterinnen jeweils an zwei Tagen die Woche von montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 11 Uhr. Eine Mitarbeiterin kümmert sich in Teilzeit um die Buchhaltung. Das Einzugsgebiet des Vereins umfasst in den Gemeinden Gaienhofen und Hemmenhofen rund 7000 Einwohner.

In die Struktur und Finanzierung des Vereins auf der Höri sind der Pfarrgemeinderat, ein Vertreter der evangelischen Kirche sowie der Bürgermeister eingebunden. Die Grundfinanzierung tragen die beiden politischen Gemeinden sowie die vier katholischen Gemeinden mit je 1500 Euro und die evangelische Gemeinde mit 500 Euro. Die Haupteinnahmen entspringen aus den bezahlten Hilfeleistungen, die mit 10,50 Euro pro Stunde zuzüglich Fahrtkosten privat in Rechnung gestellt werden. Ferner kann der Verein auf 250 Mitglieder zählen, die einen Jahresbeitrag von zwölf Euro bezahlen.

Neben der Hilfe von Haus zu Haus betreut der Verein eine Kleinkindgruppe und kocht an einer Schule in Gaienhofen für Schüler etwa 500 Essen in der Woche.

Bei der Vereinsgründung beantragte man innovative Gelder und bekam eine Forderung für die Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum. Inzwischen beläuft sich der Jahresetat des Vereins auf rund 110 000 Euro. Das Arbeitspensum wird von 55 Mitarbeitern in Teilzeit mit einem Verdienst von maximal 400 Euro im Monat geleistet. Die Mitarbeiter erhalten neun Euro je Stunde. Überwiegend sind Frauen, darunter viele Mütter, beschäftigt, aber auch einige Jugendliche und wenige Männer.

Im Gespräch mit Maria Hensler und der Einsatzleiterin gab es für die Lenzkircherinnen wichtige Einblicke in die alltägliche Ablauforganisation der Nachbarschaftshilfe auf der Höri.

Im abschließenden Gespräch empfahl Maria Hensler, als nächsten Schritt einen Verein zu gründen. Nur dieser Verein könne Mitarbeiter beschäftigen und Aufträge annehmen und ausführen. In die Gründung sollten Bürgermeister und die Kirchen miteinbezogen werden. Das Konzept dafür muss der Arbeitskreis erarbeiten. Als Namen sind "Miteinander – Füreinander" oder "Hilfe von Haus zu Haus" oder "Hand in Hand" im Gespräch. Auch gibt es Signale von Personen, die bereit wären, im Verein Verantwortung zu übernehmen. Dann könnten Zuschüsse beantragt werden.

Das Werben um passive Mitglieder soll ständig laufen. Im Sommer soll für einen hauswirtschaftlichen Kurs, der sich über mehrere Abende erstrecken wird, geworben werden. Vor allem jüngere Frauen sollen dafür begeistert werden. Der Kurs hauswirtschaftliche Altenhilfe soll nach den Sommerferien starten. Klar sei auch, betont Sprecherin Gerdy Wiemer, dass man Räumlichkeiten für ein Büro und ein Besprechungszimmer benötige. Bürgermeister Feser wisse bereits davon.

Den abschließenden Appell von Maria Hensler: "Lasst euch den Schneid nicht abkaufen und macht euer Ding", nimmt Sprecherin Wiemer gerne auf und meint, solch eine Nachbarschaftshilfe sei in Lenzkirch sicher auch machbar.

Bei der nächsten Zusammenkunft der drei Arbeitskreise aus dem Projekt "Lebensqualität durch Nähe" am Mittwoch, 16. Februar, wird der Arbeitskreis Senioren freundliches Lenzkirch seinen Fahrplan vorstellen, in dem der 22. März bereits ein Fixpunkt ist. Dann erfolgt die Besprechung zur Vereinsgründung mit Bürgermeister Feser und Pfarrer Buchmüller.  


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