LQN im Rahmen von LEADER
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Zukunftsprojekt auf einem guten Weg

Auch wenn es noch nicht allen Elzachern bekannt ist, hat "Lebensqualität durch Nähe" doch schon viel bewegt.

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 03.03.2011. Von Kurt Meier.

Elzachs Zukunft im Sinn: Alexander Hölsch leitet „Lebensqualität durch Nähe“. Foto: Bernd Fackler

ELZACH. "LQ was?" Noch schauen viele Elzacher ungläubig, wenn es um das Thema LQN geht. Dabei verbirgt sich dahinter das Zukunftsprojekt Elzachs schlechthin. Sein Bekanntheitsgrad lässt aber noch zu wünschen übrig. Das soll sich ändern, war die Kernaussage im Pressegespräch, zu dem Projektleiter Alexander Hölsch und Bürgermeister Holger Krezer eingeladen hatten.

"Lebensqualität durch Nähe", abgekürzt "LQN", heißt Elzachs Zukunftsprojekt. Denn das Städtchen wird sich nach der Eröffnung der Ortsumfahrung verändern, rein baulich, aber auch gesellschaftlich. "Der Bau der Umgehungsstraße bringt große Veränderungen mit sich. Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass solche Veränderungen bei vielen Menschen zu einer Lethargie führen und ihre Chancen nicht genutzt werden", so Projektleiter Hölsch: "Für diese Chancen wollen wir gezielt sensibilisieren und alle Bürger und Gruppierungen aktivieren, um eine Aufbruchsstimmung zu schaffen."

Genau dafür hatte der Gemeinderat vor zwei Jahren das Projekt LQN beschlossen. Gefördert wird es von der Europäischen Union, geführt wird es anfangs von einem hauptamtlichen Moderator, der sich nach und nach zurückziehen soll. Für Alexander Hölsch ist Elzach das 13. derartige Projekt. Bis November wird er dabei sein, dann ist Schluss. Was bedeutet: Für Elzach muss sich ein neues "LQN-Gesicht" finden. Wichtig ist es aber auch, den Kreis der Aktiven zu verbreitern, für bestimmte Projekte und den gesamten LQN-Prozess.

Aufbruchsstimmung erzeugen? "Dafür haben wir schon Einiges auf den Weg gebracht", sagt Bürgermeister Holger Krezer. Es wurden diverse Info-Veranstaltungen abgehalten und Arbeitskreise gebildet. Acht davon sind schon aktiv, 50 Menschen engagieren sich darin regelmäßig. Vier Arbeitskreise "haben ein gutes Fundament" (Hölsch), die übrigen sind noch ausbaufähig. Manche Projekte entwickeln schon Eigendynamik, etwa die aus dem AK Familie heraus entstandene Tauschbörse. Ihr "Tauschtag" vor wenigen Wochen stieß auf große Resonanz.

Ein weiterer (und mittlerweile einer der aktivsten) ist der Arbeitskreis Senioren, der schon mehrere Projekte realisiert hat, allen voran das Generationenbüro, wie Sprecher Heinrich Gebelein darlegte. Weitere Ideen sind noch in Planung oder stehen vor der Realisierung, so der Aktionstag "Sturzprophylaxe" am 3. April im Haus des Gastes. Einen Nachmittag lang dreht sich alles um Sturzgefahr für Senioren. "Lebensqualität im Alter" ist ein weiterer Schwerpunkt. Der Blick reicht aber auch über den Tellerrand hinaus: "Wir brauchen einen Kinderspielplatz im Innenstädtle", sagt Gebelein. Warum? "Na, wer, wenn nicht die Großeltern, passt denn tagsüber auf die Kleinen auf?"

Sichtbare Ergebnisse kann auch der Arbeitskreis Tourismus vorweisen, so Adelheid Becherer. Am 19. März wird die "Handwerkerroute" eröffnet, für die sich zwei Dutzend Handwerksbetriebe aus allen Elzacher Stadtteilen zusammengetan haben. Sie gewähren Einblick in ihre Werk- und Betriebsstätten. Ein Projekt mit Synergieeffekten: Handwerk und Tourismus ergänzen sich ideal, und wenn auch die Gastronomie mit aufspringt, gibt es noch mehr Gewinner. "Denn Vieles geht bei LQN Hand in Hand", so Hölsch. An der von Heinrich Gebelein bemängelten Verzahnung der Arbeitskreise müsse man noch arbeiten, bestätigte Hölsch.

Aus der Findungsphase sei LQN jedenfalls heraus. Nun gelte es, Fundamente für Aktivitäten zu legen und neue Interessierte zu gewinnen. Die kommen derzeit noch hauptsächlich aus dem Kernstädtchen. Doch auch die Ortsteile seien gefordert, sagt Hölsch: "Hier müssen wir mehr Überzeugungsarbeit leisten."

Für das Jahr 2011 vorgesehen sind einige Projekte und Workshops für Gewerbetreibende unter dem Motto "Elzach als Erlebnismarkt". Ein Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus Orten, die den Prozess der Stadtentwicklung bereits durchlaufen haben, ist ebenso geplant wie ein Symposium mit Kommunalpolitikern und Bürgern aus solchen Orten. Das Projekt "Elzach 2012 künstlerisch darstellen" will so viele Bürger wie möglich animieren, ihre Vorstellungen von Elzachs Zukunft in aller Vielfalt zum Ausdruck zu bringen; das wird in eine große Ausstellung münden.

Bereits realisiert ist die engere Verzahnung mit der Kommunalpolitik, sagte Bürgermeister Krezer. Dass Gemeinderäte und Mitglieder des AK Stadtentwicklung im entsprechenden Ausschuss zusammenarbeiten, nennt Hölsch "ganz entscheidend". Diese Verknüpfung sei "ein echtes Novum" in allen Projektgemeinden, in denen er bisher gearbeitet habe.

"Es hat Substanz", ist sich Hölsch sicher, dass LQN auch nach seinem Ausscheiden weiter geht. Die vorausschauende Planung zur Stadtentwicklung sei auf bestem Weg. "Die Leute reagieren oft erst, wenn die Bagger schon zugange sind", weiß er aus Erfahrung. Dann lasse sich nur noch schwer etwas verändern. Elzach habe diesen Fehler nicht gemacht, lobt Hölsch: "Es liegt jetzt an Ihnen allen, die Zukunft ihrer Heimatstadt mitzugestalten". Dafür müsse man nur eines tun: Sich einbringen ins Projekt "Lebensqualität durch Nähe".

LQN-Arbeitskreise mit Ansprechpartner: Freizeit: Dieter Maier,  07682/ 921333 Jugend: Carmen Pontiggia,  67592

Kultur: Walter Meyer,  8645

Tauschnetz: Andreas Schweizer,  920430

Tourismus: Adelheid Becherer,  925470

Senioren: Heinrich Gebelein,  925355

Stadtentwicklung: Linus Becherer,  7092

Ökologie und Landwirtschaft: Adelbert Ringwald,  328315 

Projektleitung: Alexander Hölsch,  0761/7078145


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