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Elzach hat’s – wer merkt’s?

Wo will Elzach hin (III): Oft wird beklagt, was fehlt / Und übersehen, was Interessantes da ist

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 19.09.2009. Von Bernd Fackler.

Most und Saft gibt’ s in Elzach jetzt wieder ganz frisch von der Presse: Bei der Lohnmosterei Wölfle, Freiburger Straße 26. Foto: Bernd Fackler

ELZACH. Die Umgehungsstraße soll in zwei Jahren fertig sein. Und dann? Wird alles besser im "Städtli"? Oder doch nicht? Wo will Elzach überhaupt hin in Zukunft? Diesen Fragen geht die BZ in einer Artikelserie nach. Heute geht’s weniger darum, was Elzach fehlt, sondern, was es schon hat – und damit gleichzeitig nochmals um "Lebensqualität durch Nähe."

"Was fällt Ihnen beim Stichwort ’Elzach’ ein?" Würde man diese Frage in Elzach und außerhalb stellen, wäre eine Antwort oft zu hören: "Die Fasnet." Ja, die Fasnet, die macht Elzach bekannt, fast schon berühmt und darauf sind die Elzacher stolz. Die Fasnet dauert aber nur wenige Tage im Jahr und von ihr das ganze Jahr leben können nicht mal die Wirte. Was also außerdem macht Elzach liebens- und besuchenswert? Da hört man dann oft – von den Elzachern! – erst einmal, was Elzach alles nicht hat: Keine große Touristenattraktion, kein historisch bedeutendes Gebäude, kein Augenarzt, keine Großbetriebe, die einen Haufen Gewerbesteuer bezahlen, kein Geld in der Stadtkasse und keine Ruhe im "Städtli", weil viel zu viel Durchgangsverkehr. Letzteres dürfte sich mit dem Bau der (Teil-)Ortsumgehung merklich ändern, alles andere ist schwer oder gar nicht zu beeinflussen.

Andererseits: "Elzach hat’s" propagierte einst der Gewerbeverein. Das ist tatsächlich mehr als ein platter Werbespruch. Elzach hat tatsächlich einiges, was es anderswo nicht, nicht mehr oder so nicht gibt. Man muss es nur sehen, schätzen – und im Alltag auch nutzen. Also (ohne Anspruch auf Vollzähligkeit): Elzach hat zum Beispiel seit eh’ und je und auch heute noch einen Ruf als "Handwerkerstädtchen". So gibt es nach wie vor eine Brauerei, die oft Preise für ihr Bier bekommt. Ebenso wie die weit über den Ort hinaus bekannten Metzgereien: Vier sind es (mit Oberprechtal sogar fünf): Elzach – eine "Metzgerhauptstadt"? Auf jeden Fall gut dran mit diesem Angebot: Im deutlich größeren Laufenburg am Hochrhein gibt’s zum Beispiel keinen einzigen Metzger mehr. Auch die drei Holzbildhauerwerkstätten machen Elzach weit bekannt. Dann gibt’s einen Uhrmacher, eine Drechslerei oder eine Stadtmühle, in der wirklich noch gemahlen wird. Eine Neurologische Klinik mit gutem Ruf und größter Arbeitgeber der Stadt. Ein äußerst lebendiges Vereinsleben, wie man soeben wieder beim Stadtfest erfahren konnte. Dazu Jugendliche, die ebenfalls sehr aktiv sind, sei es im sportlichen, musikalischen oder katholischen Bereich oder eher unabhängig wie beim Verein für die Jugend. Elzach hat kein Schloss, keine römische Therme und keine Burg, aber doch eine ganze Reihe von Gebäuden mit interessanter Geschichte, wie man bei historischen Stadtrundgängen erfahren kann. Und drum herum natürlich eine Schwarzwaldlandschaft wie aus dem Bilderbuch samt den sehr rührigen Ortsteilen Yach, Katzenmoos, Prechtal und Oberprechtal.

Es ist also einiges vorhanden. Doch wie kann man es nutzen, so nutzen, dass Elzach insgesamt attraktiver wird? Dazu will das Projekt "Lebensqualität durch Nähe" (LQN) beitragen, das durch eine Auftaktveranstaltung am kommenden Donnerstag, 24. September, um 20 Uhr im Haus des Gastes im Rahmen der "Elzacher Aktionswoche" vorgestellt wird.

"Gasthäuser, Handwerker, Betriebe, Vereine, Kultur, Nachbarschaftshilfe, Feste, Tourismus und Dienstleistungen gehören leider nicht zum selbstverständlichen Besitzstand der Kommunen", heißt es zu "LQN" in einer Pressmitteilung der Stadt: "Lebensqualität ist das Ergebnis einer aktiven Gesellschaft und beginnt in unserer unmittelbaren Nähe – überall dort, wo wir das Leben mitgestalten". Oder, wie man in Abwandlung eines berühmten Worts von Ex-US-Präsident John F. Kennedy sagen könnte: "Frage nicht, was deine Stadt für dich tun kann. Frage lieber, was du für deine Stadt tun kannst."  


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