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Krippenzauber der besonderen Art

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 09.12.2010. Von Anna-Lena Zehendner.

Entlang des Winzerpfades und in der Ortsmitte sind im Glottertal an sechs Orten Weihnachtskrippen aufgebaut / Neue Initiative.

Im Glottertal sind an verschiedenen Orten Weihnachtskrippen zu sehen wie in der „Hirschen"-Kapelle oder oben zu sehen im Felsenkeller der Pension Roseneck. Foto: Anna-Lena Zehender

GLOTTERTAL. Das Glottertal lebt von Gästen, die aus nah und fern ins Tal kommen. Nachdem im Vorjahr das Glottertal sich erstmals in einheitlichem Tannenbaumadventsschmuck präsentierte, bieten die Glottertäler in diesem Jahr eine weitere kleine Attraktion. Im Ort wurde erstmals ein "Krippen-Weg" geschaffen, den Interessierte erwandern können.

Die Teelichter am Eingang des Felsenkellers der Pension Roseneck brennen. Die roten Kugeln am Tannenbaum leuchten. Davor stehen große hölzerne Krippenfiguren. Carola Gschwander (42) legt noch ein paar Tannenzweige in die Laterne neben der Krippe. Sie hat eine der insgesamt sechs Holzkrippen im Glottertal aufgebaut, die dort noch bis Januar zu sehen sind.

"Wir haben gerade zehn Minuten hier vor dem Felsenkeller gestanden. In dieser kurzen Zeit sind fünf Passanten vorbeigekommen, die sich neugierig die Krippe angesehen haben", sagt Karl-Joseph Herbstritt stolz. Er ist Sprecher im "Leader"-Projekt und hat die Krippenaktion im Glottertal mit initiiert. Seit einem Jahr ist Glottertal im Förderprogramm der Europäischen Union, zusammen mit dem Land Baden-Württemberg. Mit "Leader" möchte man den ländlichen Raum mit seinem eigenen Charakter nicht nur schützen, sondern auch interessanter gestalten.

Dabei wird besonders Wert darauf gelegt, dass die Initiative zum jeweiligen Projekt von den Bewohnern und Akteuren der Region selbst ausgeht. Im Glottertal jedenfalls ist es ein voller Erfolg. Durch den Arbeitskreis Tourismus entstand hier das Krippenprojekt. "Die Idee ist, dass wir unser Dorf attraktiver gestalten wollen", erzählt Karl-Joseph. "Bereits im vergangenen Jahr haben wir mit der weihnachtlichen Dekoration im ganzen Dorf angefangen, und auch zwei Krippen wurden damals aufgestellt." Inzwischen ist das Krippenprojekt gewachsen. Carola Gschwander, Betreiberin der Pension Roseneck, hat ihre Krippe vor einer Woche aufgebaut. Im Gegensatz zu den anderen vier Krippen im Ortszentrum ist ihre, und eine weitere in der "Hirschen"-Kapelle, etwas abseits gelegen. Doch gerade an solchen Stellen möchte die "Leader"-Gruppe das Krippenprojekt für die Zukunft weiterentwickeln.

"Wie die Station im Felsenkeller könnten am Winzerpfad gerne noch weitere installiert werden" sagt Karl-Joseph Herbstritt. "Das wäre zur Weihnachtszeit ein attraktiver Zusatz für unser Dorf und eine tolle Gästeunterhaltung." Anders als die Krippen im Untertal sind die beiden Ausläufer nicht hinter Schaufenstern, sondern in der freien Natur zu bewundern. Ein weiterer Unterschied ist, dass Carola ihre Krippe aus ihrem Privatbesitz der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. "Auch die Krippe in der"Hirschen"-Kapelle ist nicht direkt durch das "Leader"-Projekt entstanden", verrät Carola. Eine engagierte Glottertälerin habe die Idee gehabt und dafür ebenfalls ihre private Krippe gestiftet. "Das ist das Schöne an unserem Projekt", schwärmt die "Roseneck"-Wirtin, "dass die Einheimischen aktiv mitmachen und somit eine tolle Eigendynamik entsteht." Damit ist im Glottertal ein Gemeinschaftsprojekt geschaffen worden, das jeden Tag weiter wachsen kann. Die Krippen im Ortszentrum stammen von verschiedenen Holzschnitzereien und Krippenbauern aus dem Umland, die ihre Modelle für das Projekt gerne bereitgestellt haben.

Eine interessante Alternative zu den Schaufensterkrippen hat sich Raumausstatter Markus Strecker einfallen lassen. Statt Krippenfiguren hat er seine private Eisenbahnlandschaft im Laden aufgebaut. Das freut besonders die Kinder, die sich nun an seinem Geschäft die Nasen platt drücken. Krippen und Eisenbahn gibt es noch bis nach Dreikönige im Glottertal zu entdecken. Carola Gschwanders Krippe im Felsenkeller wirkt besonders zu den Abendstunden. Denn dann zündet sie die Teelichter am Höhleneingang und die Kerze, in der Laterne neben den hölzernen Figuren, an.  

WO KRIPPEN SIND

An folgenden Standorten sind in der Gemeinde Glottertal auf eigene oder Initiative des "Leader"-Projekts Krippen zu finden (Namen der Holzschnitzer):

Trachtenmode Eugen Linder (Edgar Spiegelhalter, Freiburg);

Metzgerei Linder (Reinhard Schwill, Heuweiler);

Volksbank (Erich Holzer, Titisee);

Apotheke (Clemens Schwehr, St. Märgen)

" Hirschen"-Kapelle (Sonja Dreier); "Roseneck"-Felsenkeller von Carola Gschwander (Gerd Geiser, Burgheim).  


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