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Elzacher wollen die Ersten sein

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 26.07.2011 / von Roland Gutjahr

Weitere Veranstaltung zur bundesweiten Pionier-Aktion "Generationenfreundliches Einkaufen" / Schon 47 Geschäfte sind dabei.

Auf geht’s! Einige Teilnehmer der Auftaktveranstaltung „Generationenfreundliches Einkaufen in Elzach“, die vor kurzem im Aktiv-Hotel stattfand (von links nach rechts): Heinrich Gebelein, Thomas Kaiser, Ulrich Volk, Michaela Tatzer, Katharina Burger, Josef Lehnert, Stefanie Stiegler sowie Mechthild Hartmann-Lehnert Foto: Roland Gutjahr

 

ELZACH. Unter recht großer Beteiligung und Interesse wurde nun im "Aktiv- Hotel" das ausgeführt, was ein paar Tage zuvor der Gemeinderat durch eine Zuschussbewilligung auch "städtisch abgesegnet" hatte: Elzach soll die erste gesamt-zertifizierte Stadt in Deutschland für "generationenfreundliches Einkaufen" werden.

"Das Wirtschaftsministerium bereitet sich auf das Audit vor, in Berlin spricht man von Elzach", meinte im "Aktiv-Hotel" Thomas Kaiser vom Einzelhandels-verband Südbaden. Michaela Bloss vom Gewerbeverein teilte mit, dass Bürgermeister Holger Krezer die Schirmherrschaft der Elzacher Aktion übernimmt. Erfreut begrüßte Bloss zu dieser Auftaktveranstaltung neben vielen altvertrauten Geschäftsleuten zum ersten Mal mit Michaela Tatzer von Aldi Süd auch eine Vertreterin von Handelsketten.

"Ein Zusammenschweißen von Stadt, Handel,Gewerbe und Kunden" – dies vor allem verpricht sich Bloss von der Aktion, die dann auch– zum Erstaunen vieler – tatsächlich die deutschlandweit erste "Gesamtzertifizierung" einer Stadt sei.

Groß war die Freude somit in Elzach. Nachdem man noch eine Woche vor der Auftaktveranstaltung von 38 Betrieben sprach, konnte man nun schon 47 Betriebe vermelden, die sich der Prüfung mit 58 Kriterien unterziehen wollen, vermeldete Diplom-Kaufmann Thomas Kaiser. Neu in Elzach sei auch, dass nicht nur er selbst die Prüfung vornehme, obwohl er von seiner Vorarbeit her die Stadt und ihre Betriebe schon recht gut kenne. Kaiser zur Seite steht eine Jury aus verschiedensten Gruppierungen. Kaisers Wunsch: Diese Jury solle aus mindestens zehn Personen und mindestens drei Jahre bestehen.

Nachdem Kaiser ausführlich auf alle 58 Kriterien eingegangen war, die sich unter anderem um barrierefreie Zugänge, gute Ausleuchtung der Geschäfte, rutschfeste
Böden oder Absicherung von Gefahrenstellen bis hin zu gut lesbaren Preisauszeichnungen und einiges mehr handeln, wies er auch auf das Partnermodell hin, in das man Betriebe wie Hotel und Gastronomie mit ins Boot nehme. Kaiser ergänzte, dass die Kriterien von der Jury nur erfasst werden; geprüft wird dann von neutraler Stelle in Berlin.

Freiburg hatte es erfolglos probiert

Anregungen, mögliche Verbesserungen und Ergänzungen örtlich wie überregional im Hinblick auf die Kriterienauswahl gaben Heinrich Gebelein als Sprecher des Generationenbüros und Elke Grunwald als Vertreterin für die Behinderten dem Auditor mit auf den Weg.

Als den "Initiator in Elzach" bezeichnete Michaela Bloss ihren Gewerbevereins-Kollegen Ulrich Volk. Dieser sagte, dass er die Impulse zu der Aktion über sein Geschäft in Freiburg erhalten habe. "Freiburg hatte es probiert und dies hat vor einiger Zeit mir den Anstoß gegeben", meinte Uli Volk. Ganze neun Betriebe hatte man sofort zusammenbekommen, und dabei sei es dann geblieben. Schlussendlich scheiterte es dann aber an der Größe der Stadt, ist sich Volk sicher. Was in Freiburg nicht möglich war, das soll sich nun also in Elzach verwirklichen: Es entsteht hier eine "homogene Einheit", die durchaus noch gestärkt werden kann, ist sich Ulrich Volk sicher und vermerkte, dass man für das "generationenfreundliche Einkaufen" mit 25 bis 30 teilnehmenden Betrieben gerechnet habe, woraus nun bereits 47 geworden seien.

Volk freute sich außerdem, dass Kunden, die die Kaufkraft der Stadt stärken, auch die Bemühungen der Kaufleute und des Gewerbes sehen und anerkennen. "Die vorgegebenen Kriterien sind oft mit einfachen Mitteln zu realisieren", meinte Volk in Richtung Zertifizierung, um auch jegliche eventuelle "Restangst" davor zu nehmen.

Als "schön und gut" bezeichnete Volk die Zusammenarbeit mit der Stadt, er dankte ihr für den Zuschuss und unterstrich, "dass wir vom Gewerbe aus dieser bezuschussten Aktion keinen Profit machen wollen": Eventuelle Gewinne gehen zweckgebunden (für den Bau von Ruhezonen) wieder an die Stadt zurück. Gerade für diese Aktion soll es ein verantwortliches separates Team mit Extra-Kassenverwaltung geben, meinte Volk. Auch er ergänzte detailliert noch einmal den Verfahrensablauf.

Und er stellte in Aussicht, dass im März 2012 eine zweite Phase der Werbung und Zertifizierung stattfinden soll. "Die Stadt hat einen Zertifizierungsantrag für’s Rathaus erhalten" wollte der Initiator auch gleich den anwesenden städtischen Wirtschaftsförderer Manfred Disch ein wenig anreizen. Dieser erhielt prompt Argumentationshilfe: "Haben die Kirchen auch einen gekriegt?", hieß es munter aus dem Gästerund.

Einen Denkanstoß für einen möglichen neuen Slogan gab Volk noch: Statt dem jetzigen "Elzach hat’s" will man über "Elzach im Wandel für den Handel" nachdenken.

Und man will auf die Tube drücken, "denn selbst Berlin ist erstaunt, was sich im Schwarzwald tut!", da ist sich Ulrich Volk dann auch ganz sicher. Wie sagte bekanntlich der "oberste" Berliner mal: "Und das ist auch gut so !"


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(aktuelle Seite: Elzach / Pressespiegel Elzach / 26.07.2011 / )

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