LQN im Rahmen von LEADER
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Mit LEADER in die Zukunft

Quelle: Gaildorfer Rundschau; Autor:Karl-Heinz-Rückert; 03.11.2011 

Foto: Karl-Heinz Rückert

Fichtenberg.  Die Gemeinde Fichtenberg war am vergangenen Samstag Gastgeber eines großen Symposiums. Dabei ging es um LQN-Projekte und um die Zukunft des ländlichen Raumes in Zeiten des Umbruchs.

Zur Präsentation ihrer Projekte und zum Erfahrungsaustausch trafen sich am Samstag Vertreter von 15 Gemeinden aus den federführenden LEADER-Regionen in Baden-Württemberg und den Österreichischen Partnerregionen in der Fichtenberger Gemeindehalle. Die an dem Symposium beteiligten Gemeinden zogen eine Zwischenbilanz ihrer LQN-Initiativen (LQN bedeutet Lebensqualität durch Nähe), die bisher von der Studiengesellschaft für Projekte zur Erneuerung der Strukturen(SPES) moderiert und begleitet wurden. Die SPES schuf dabei die Basis, mit der die Kernteams und Projektgruppen in den Gemeinden zukünftig eigenständig weiterarbeiten können.

Für Bernhard Goldschmidt, Projektleiter bei der SPES, ist die Zusammenarbeit nicht generell beendet: "Wir stehen auf Anforderung beratend zur Seite und werden auch Veranstaltungen begleiten."

Neben den LEADER-Regionen Nord-, Süd- und Mittlerer Schwarzwald präsentierte sich auch die Limesregion mit Fichtenberg und Ortsteilen Öhringens. Nicola Bodner vom Landratsamt in Hall vertrat als Geschäftsführerin die Limesregion, deren Vorsitzender Rems-Murr-Landrat Johannes Fuchs ist. Für ihn begrüßte der Erste Landesbeamte Michael Knaus vom Landkreis Hall die Teilnehmer, darunter auch Vertreter der Österreichischen Partnerregionen Nationalpark Kalkalpen, Traunviertler Alpenvorland und Mühlviertler Alm.

Zuvor stellten die baden-württembergischen LQN-Gemeinden ihre Bürgerprojekte vor. Sie reichen von Bürgerenergiegenossenschaften über Mittagstisch für Senioren bis zur Einrichtung eines Dorfladens. Für Fichtenberg stellte Helmut Stroh den als Netzwerk für gegenseitige Hilfeleistungen gegründeten Verein "ZeitBank 55+" vor. Die vielen kreativen Lösungen, so Michael Knaus, leisten einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung demographischer Entwicklungen. Die stand auch im Grußwort von Bürgermeister Roland Miola im Vordergrund. Die Einbindung der Bürger bringe eine größere Akzeptanz.

Die Sicherung von Grund- und Nahversorgung stellte Ministerialdirigent Hartmut Alker vom Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Die LEADER-Projekte hätten sich als Wertschöpfung für neue Ideen und Projekte bewährt. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Umbrüche stellten den ländlichen Bereich vor besondere Herausforderungen, denen nur durch bürgerschaftliches Engagement begegnet werden könne. Innovative Modelle der Nahversorgung und zum Altwerden in vertrauter Umgebung seien wichtige Zukunftsthemen. Ein wichtiger Ansatz in der Diskussion sei auch der Erfahrungsaustausch über nationale Grenzen hinaus.

In moderierten Gesprächen machten sich die Symposiumsteilnehmer Gedanken zur Zukunft ländlicher Gemeinden. Im LQN-Forum am Nachmittag erfuhren sie dann von LEADER-Projektergebnissen aus Österreich und Baden-Württemberg. Auf große Resonanz stieß der Erfahrungsaustausch mit Tipps und Anregungen. Nicola Bodner motivierte die engagierte Versammlung mit der Feststellung: "Sie sind auf gutem Weg. Machen sie weiter so - mit oder ohne Unterstützung!"


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