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Grundsteine für Zukünftiges legen

Neujahrsempfang zeigt Eckpfeiler zentraler Aufgaben/Konsulant legt „Hausverstand“ in Waagschale

Von Steffi Stocker


Neubulach. Nicht selten wird die Redewendung „gesunder Menschenverstand“ verwendet. Doch eben so oft fehlt er bei vielen Entscheidungen und Regulierungen, weil vorher nicht die Konsequenz bedacht wurde. Dieses Phänomen brachte Karl Sieghartsleitner beim Neujahrsempfang auf den Punkt.

Unter anderem mit einer vierhändigen Sonate umrahmten Kim Siefert und Maité Passow den Neujahrsempfang

„Wo wollen wir denn mit einem Wirtschaftswachstum von jährlich drei Prozent hin“, verwies der Altbürgermeister von Steinach/Steyr in Österreich auf die klaffende Schere zwischen den am Markt beteiligten. Darüber hinaus mahnte er ein Innehalten beim Ausbeuten der Ressourcen an. „Müssen wir erst in eine Krise kommen, um zu entdecken, wie schön das Leben ist?“, resümierte der Konsulant, im Übrigen der Titel eines Beraters der Landesregierung zu Fragen der Nachhaltigkeit. Als Bürgermeister Ende der 80er Jahre machte Sieghartsleitner von sich Reden, als er zusammen mit der Bevölkerung und ohne Geld die Lebensqualität in der Gemeinde aufbaute.
Mit etlichen Beispielen berührte der Mitbegründer von „Lebensqualität durch Nähe“ die zahlreichen Besucher in der Festhalle. Sein Vortrag „Mit Hausverstand und Herz zum menschlichen Maß“ sprach dabei vor allem die zwischenmenschlichen Verbindungen an. „Schon durch friedfertige Sprache können wir andere motivieren und ihnen helfen, ihre Fähigkeiten zu entdecken und einzubringen“, zog er sein Fazit unter anderem für Regeln des Umgangs miteinander.  „Das neue Handeln müssen wir lernen und trainieren“, erkennt der Referent gleichwohl ein Umdenken in der Gesellschaft und der wichtigen Funktion von Solidarität. „Lebensqualität entsteht, wenn in meiner Nähe die Dinge zu finden sind, die ich brauche und in meiner Umgebung Menschen, die ich gern habe“, unterstrich Sieghartsleitner dabei die Bedeutung von Kommunen, in denen sich die Bürger kennen.

Groß war der Zuspruch aus der Bevölkerung zum Neujahrsempfang in der Festhalle

Deren Engagement würdigte auch Bürgermeister Walter Beuerle. „Dadurch ist unsere Stadt lebens- und liebenswerter geworden“, unterstrich er zu Erreichtem, das sonst nicht möglich gewesen wäre. „Mit Vertrauen in Menschen, die Mut haben, soll der eingeschlagene Weg der Bürgerbeteiligung beibehalten und ausgebaut werden, um Grundsteine für Zukünftiges zu legen“, gab Beuerle einen Ausblick. Denn mit Gemeinschaftsschule, offener Jugendarbeit, Sanierungen oder auch lokale Energiewende stünden etliche Aufgaben an.
Traditionell hieß der Bürgermeister im Rahmen des Neujahrsempfangs die Neubürger in Neubulach willkommen. Im vergangenen Jahr waren es 144 Personen, wenngleich die Einwohnerzahl insgesamt zurück gegangen sei. Umrahmt wurde der feierliche Jahresauftakt von Maité Passow und Kim Siefert am Klavier sowie Benedikta Hermann am Cello. 

Zwei Bürgermeister, die Lebensqualität durch Nähe in ihren Kommunen fördern. Links Karl Sieghartsleitner aus Österreich, rechts Walter Beuerle


Sprücheklopfer

„Deutschland ist nur halb so dumm wie Österreich, verbraucht das Land doch weniger Fläche pro Kopf jährlich“, feixte Karl Sieghartsleitner angesichts der Ressourcenausbeutung, die in Europa zehn Mal höher sei, als beispielsweise in Afrika.

„Das Totenhemd hat keine Taschen“, unterstrich der Konsulant, dass nachfolgende Generationen mit Leistungen für den Sinn des Lebens bessere Werte erhalten, als durch klingende Münze.

Konsulant Karl Sieghartsleitner berührte mit Beispielen den geforderten „Hausverstand“

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