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Lückenschluß im sozialen Gefüge

Ein Bericht des Schwarzwälder Boten vom 20.08.2012

Nach der Übergabe des Bewilligungsbescheides für das Netzwerk "Helfende Hände Seewald": (von links) Maria Hensler, Henriette Girrbach, Waltraud Nägele, Vereinsvorsitzender Burkhard Schmierer, Bürgermeister Gerhard Müller, stellvertretender Landrat Klaus-Ulrich Röber, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und Christa Berg vom Regierungspräsidium Karlsruhe Foto: Blaich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Ursula Blaich
Seewald-Besenfeld. Das neu gegründete Netzwerk "Helfende Hände Seewald" ist das erste seiner Art im  Landkreis Freudenstadt. Feierlich übergab gestern Regierungspräsidentin Nicolette Kressl dem Verein den  Bewilligungsbescheid für Fördermittel. Das im vergangenen Jahr neu gegründete Projekt "Helfende Hände  Seewald" ist auch das erste modellhafte Netzwerk in dieser Form im Regierungsbezirk Karlsruhe, das gefördert  wird. Daher lies es sich Nicolette Kressl nicht nehmen, den Bescheid persönlich zu übergeben. 

"Wir eröffnen heute ein Modellprojekt aus dem Förderprogramm ›Innovative Maßnahmen für Frauen im  ländlichen Raum‹", betonte die Regierungspräsidentin. Oberstes Ziel sei es, die Lebensqualität in der Gemeinde  Seewald zu erhöhen. Dies geschehe zum einen durch die Hilfe im häuslichen Bereich für ältere und bedürftige  Menschen, zum anderen durch Hilfe für Familien in allen Lebenslagen. Außerdem würden für Frauen neue  Arbeitsplätze geschaffen, die im ländlichen Raum Mangelware seien, so Kressl. 

Gefördert wird das Netzwerk "Helfende Hände" zu gleichen Teilen vom Land Baden-Württemberg und von der  Europäischen Union. Der Verein "Helfende Hände Seewald" ist aus dem Projekt "Lebensqualität durch  Nähe" (LQN) entstanden. Nicolette Kressl lobte das Engagement der drei Initiatorinnen Henriette Girrbach,  Waltraud Nägele und Ruth Borchert-Appel, die mit dieser Konzeption eine Aufwertung und  Attraktivitätssteigerung für eine zukunftsfähige Gemeinde in die Tat umsetzen wollten. Der Verein sei  beispielgebend für andere Gemeinden. 

Mit einer Gedenkminute wurde Ruth Borchert-Appel gedacht, die sich sehr für den Verein eingesetzt hatte und  im Juni verstorben ist. "Dass das soziale Netzwerk gegründet und realisiert wird, ist sicher auch in ihrem Sinne  gewesen und hätte sie stolz gemacht", sagte Nicolette Kressel und bedankte sich bei allen, die daran mitgewirkt  und es verwirklicht haben. 

Auch Seewalds Bürgermeister Gerhard Müller freute sich, dass durch den neuen Verein eine bisher vorhandene  Lücke im sozialen Gefüge der Gemeinde geschlossen werden konnte. "Mit dem Angebot von  hauswirtschaftlichen Hilfen wird das schon über die Diakoniestation Freudenstadt bestehende Angebot  ambulanter Kranken- und Pflegeleistungen optimal ergänzt", sagte er. 

Die Gemeinde bezuschusst den Verein in den ersten beiden Jahren mit jeweils einem Betrag von 5000 Euro.  Erster Landesbeamter Klaus-Ulrich Röber überbrachte Glückwünsche im Namen des Landkreises.  Über den Verein selbst informierten die Einsatzleiterin Waltraud Nägele und die Vereinsvorsitzende Henriette  Girrbach. 44 Gründungsmitglieder seien es gewesen, die im vergangenen Herbst den Verein ins Leben gerufen hätten. Heute seien es bereits 59 Mitglieder und 40 Familienangehörige.

Seit Mai diesen Jahres ist das Büro der  "Helfenden Hände" in Göttelfingen zweimal wöchentlich für jeweils zwei Stunden besetzt.  Ein weiteres Grußwort überbrachte Maria Hensler, die Vorsitzende der katholischen Landfrauenbewegung  Freiburg und Vorstandsmitglied des LQN-Projekts "Hilfe von Haus zu Haus". Sie hatte der Gemeinde Seewald  dieses Netzwerk vor zwei Jahren vorgestellt und begleitet seitdem die Initiatorinnen.


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