LQN im Rahmen von LEADER
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Erste Früchte von LQN sind reif

Lebensqualität durch Nähe: In Elzach soll es eine Handwerker-Route geben und einen ortsteilübergreifenden Pfädleweg

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 24.Sept. 2010

 

Verfallen: Manche Wege in Elzach haben schon bessere Zeiten gesehen, der Arbeitskreis Stadtentwicklung plant nun einen ortsteilübergreifenden Pfädleweg. Silke Nitz Foto: Silke NItz

ELZACH. Vor gut einem Jahr fand in Elzach die Auftaktveranstaltung für das Projekt "Lebensqualität durch Nähe" (LQN) statt. Rund 300 Elzacher waren damals gekommen, auch heute noch engagieren sich rund 75 Personen in acht Arbeitskreisen. Die Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppen wurden nun im Gemeinderat den Räten und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Kreativpotential der Mitglieder habe dazu geführt, dass die Gruppen gut aufgestellt seien, freute sich Bürgermeister Holger Krezer, der zunächst Projektleiter Andreas Hölsch das Wort gab. Dieser berichtete,es seien 75 Personen in acht Arbeitskreisen aktiv. Der Arbeitskreis Familie, der das Tauschnetz ins Leben gerufen hatte, hatte sich über 40 mal getroffen. Und auch das Kernteam, welches sich als Vernetzungsgremium sieht, habe fünf mal getagt.

Die Arbeitskreise (AK) waren aus den Interessen der Bürger entstanden. So entwickeln die Mitglieder in den Arbeitskreisen Freizeit, Jugend, Kultur, Ökologie und Landwirtschaft, Tauschnetz (Familie), Tourismus, Senioren und Stadtentwicklung neue Ideen. An diesem Abend wurden aus Zeitgründen nur vier Arbeitskreise vorgestellt. Heike Hin und Andreas Schweizer vom Arbeitskreis Familie berichteten von ihrem Tauschnetz, das bereits im Januar 2010 startete. Inzwischen würden 30 Teilnehmer ihre Dienste anbieten. "Die Palette ist recht breit",freute sich Hin. Vom Kuchen backen, über Bügeln oder kleinere Reparaturarbeiten. Wer etwas anbietet, das können die Mitglieder in der Marktzeitung nachlesen. Die Bezahlung erfolgt über eine Stundenabrechnung, diese werde dann in sogenannte "Talente" umgerechnet. Jedes Mitglied führt so sein eigenes Talentekonto.

Es sei sehr gut angelaufen, aber nun sei man an einem Punkt, an dem man sich überlege, wie man das Tauschnetz noch breiter in die Öffentlichkeit bringen könne, berichteten Hin und Schweizer. Das Tauschnetz sei dabei aus dem Arbeitskreis Familie entstanden, erklärte Hin auf Nachfragen aus dem Rat.

Für den AK Tourismus sprach Michaela Bloss, eine der drei Gewerbevereinsvorsitzenden. Sie hatte einen ansprechend gestalteten Flyer, inklusive Konzept im Gepäck. "Entdecke das Gute auf der Handwerkerroute", so der Slogan des "Handwerkerwegs". 23 Teilnehmer seien aktuell schon dabei, diese bieten Gläserne Produktionen, Führungen, Mitmachaktionen und vieles mehr an, so Bloss, die darauf hinwies, dass die Route auch die einheimische Bevölkerung ansprechen solle. Unterstützt wird der AK vom Zweitälerland, so kann fortan die Buchung über die Touristinfo erfolgen. Informationen werden über eine zentrale Telefonnummer beantwortet. Michaela Bloss berichtete auch davon, dass der AK noch weitere Ideen habe. So könnte sich dieser vorstellen, dass im neuen Kreisel der Umfahrung eine Handwerkerfigur auf die Handwerker-Route verweisen könnte. Weiter fehlen natürlich auch noch Hinweisschilder und auch das "Problem" Busparkplatz gelte es künftig noch zu lösen.

Für den AK Senioren sprach Heinrich Gebelein, auch er hatte schon erste Ergebnisse parat. So war er dankbar, dass die Gemeinde den ehemaligen Raum der Kurverwaltung als Generationenbüro zur Verfügung stelle. Am 24. Oktober beteilige man sich am zweiten Elzacher Gesundheitstag, außerdem wolle man "kritische Stellen für Rollifahrer" in Elzach überprüfen.

Infoabende und auch Spielenachmittage sind ein Ergebnis des AK, der auch daran ist, die Nahversorgung im Mittelstädtle durch Gespräche mit Einzelhändlern sicherzustellen. Die Stadtentwicklung, ein großes Thema, stehe und falle mit der Umgehungsstraße, da ist sich Linus Becherer vom Arbeitskreis sicher. So seien sie "Papiertiger", viele Ideen wurden entwickelt, aber in enger Zusammenarbeit mit der Stadt sei nun zu prüfen, was umsetzbar ist: "Es fehlt aktuell noch die Schnittstelle zur Stadt und den Entscheidungsträgern", so Becherer, der dennoch vor Ideen überquoll. So trug er den Räten die Idee des ortsteilübergreifenden "Pfädleweg" vor. Bewusst ein Fußweg, kein Wanderweg, solle dieser Familien und auch Senioren eine schöne, reizvolle Anbindung an die Ortsteile ermöglichen. Vom Rössle in Oberprechtal über den Sportplatz in Prechtal könnte der Weg weiterführen über den "Staubfreien Weg", Kesselweg um dann in Richtung Yach oder Katzenmoos weiterzuführen.

"Es gibt keinen Weg ins Katzenmoos, den man gefahrlos gehen kann", so Linus Becherer. Das dieser Weg nicht umsonst zu haben sei, das war zu befürchten. Doch Projektleiter Hölsch hatte bereits einen Lösungsansatz in der Tasche. "Der Vorschlag ist, veranschlagtes Geld für eine Befragung in Höhe von 8500 Euro für den Pfädleweg zur Verfügung zu stellen", erklärte Hölsch. Auch das Kernteam spreche sich für diese Verwendung aus, allerdings müsse der Gemeinderat beraten, ob das Projekt "Pfädleweg" weiter verfolgt werden solle. Insgesamt zeigte sich Hölsch zufrieden. Ein Bestreben aller LQN-Aktiven sei es nun weiterhin alle Ortsteile miteinzubeziehen.

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