LQN im Rahmen von LEADER
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Damit man sich im Ort Wohlfühlt

Was viele nicht mehr glaubten, wird wahr: Die Umgehungstraße kommt. In zwei Jahren soll sie fertig sein. Wird dann alles besser im "Städtli" ? Oder gibt’s noch mehr leere Läden? Wo will Elzach überhaupt hin in der Zukunft ? Welche verschiedenen Interessen gibt es? Und welche Ideen, um das Schuttigstädtchen nicht nur an Fasnet attraktiv zu machen? Diesen Fragen will die BZ in einer Artikelserie nachgehen. Den Auftakt macht das Projekt "Lebensqualität durch Nähe", das im Rahmen einer "Elzacher Aktionswoche" am 24. September vorgestellt wird.

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 12. September 2009 von Bernd Fackler

Lebensqualität durch Nähe – das kann der Samstagsfrühschoppen im Café sein oder eben auch, dass es im Ort noch eine Post gibt. Foto: Bernd Fackler
Initiatoren Dieter Maier und Ulrich Volk, Moderator Alexander Hölsch; (Fotos: F. Fackler)

Was viele nicht mehr glaubten, wird wahr: Die Umgehungstraße kommt. In zwei Jahren soll sie fertig sein. Wird dann alles besser im "Städtli" ? Oder gibt’s noch mehr leere Läden? Wo will Elzach überhaupt hin in der Zukunft ? Welche verschiedenen Interessen gibt es? Und welche Ideen, um das Schuttigstädtchen nicht nur an Fasnet attraktiv zu machen? Diesen Fragen will die BZ in einer Artikelserie nachgehen. Den Auftakt macht das Projekt "Lebensqualität durch Nähe", das im Rahmen einer "Elzacher Aktionswoche" am 24. September vorgestellt wird.

Was ist denn das überhaupt, "Lebensqualität durch Nähe" (LQN)? Die Antwort hat auf einem Bierdeckel Platz: "Die Zukunft der Gemeinde in den Händen ihrer Bürgerinnen und Bürger! Nahversorgung!" und: "Die Wahrheit ist, dass unsere Gäste gern in einen lebenswerten Ort kommen. Wo sich die Einheimischen nicht mehr wohlfühlen, fühlen sich die Gäste auch nicht mehr wohl."

Das Projekt LQN wird vom EU-Programm "Leader", von der Landesregierung und auch der Kirche unterstützt und praktisch umgesetzt von einem Verein, der sich Spes-Zukunftsmodelle e.v. nennt. In der Region sind zum Beispiel schon Kippenheim, Weisweil oder Waldkirch LQN-erfahren, so Projektleiter Alexander Hölsch von Spes e.V.

Nach Elzach kommt nun LQN aber nicht etwa durch das Beispiel Weisweil oder Waldkirch, sondern – zumindest teilweise – über … Österreich. Dort hat unter anderem Dieter Maier vom Ladhof, bis vor kurzem Stadtrat, von interessanten "Lebensqualität durch Nähe"-Erfahrungen gehört und sich gedacht: "Das wär’ doch auch was für Elzach."

Der Bürgermeister war zunächst etwas skeptisch, ließ sich aber bald überzeugen. Zumal Österreich, wie nun Projektleiter Hösch bestätigt, tatsächlich ein Vorreiter ist: "Die Österreicher haben sich schon vor 20 Jahren Gedanken gemacht angesichts der Abwanderung von Einwohnern in die Städte: ’Wie können wir unsere Gemeinden attraktiv und lebenswert gestalten?’"

Und wie geht das nun in der Praxis? Alexander Hölsch: "LQN baut darauf, sehr stark die Bürger einzubinden und zu beteiligen. Denn die Leute fühlen sich dann in einem Ort wohl, wenn sie eine gewisse Lebensqualität, eben das, was sie zum Leben brauchen, unmittelbar in ihrer Umgebung haben."

Zum Beispiel im Ort die Lebensmittel- oder auch die ärztliche Versorgung, Kindergärten, Schulen, Gemeindeverwaltung, Handwerksbetriebe, Fachgeschäfte, Gastronomie, gutes Vereins- und Freizeitangebot, gute Beziehungen zu Nachbarn und so weiter.

Hösch: "Der Grundansatz heißt: Was man im Ort hat, wird im Grund von allen getragen. Letztlich ist jeder verantwortlich, seinen Beitrag zu leisten. Und es muss ihm am Herzen liegen, das Angebot im eigenen Ort auch zu nutzen und so anzuerkennen, dass dieses seinen Wert hat." Ziel sei es, "möglichst viele Leute aus unterschiedlichsten Bereichen zusammenzuführen und zu überlegen: Was brauchen wir? Wo soll es lang gehen? Wie können wir die Stadt weiter entwickeln?"

In Elzach besteht seit Juni eine Vorbereitungsgruppe mit Vertretern von Senioren, Jugend, Stadt, Kultur, Ökologie und Gewerbe. Für letzteres ist zum Beispiel Ulrich Volk dabei, Inhaber eines Schuh- und Sportfachgeschäfts. Volk: "Diese Vorbereitungsgruppe war ein Novum in Elzach: Bürger aus verschiedenen Gruppen, Kreisen, Interessen, Schichten kommen zusammen für ein gemeinsames Ziel. In dieser Form gab’s das wohl noch nie. Und dazu brachte der Baubeginn der Umgehung noch neuen Schwung."

Diesen Schwung will man nun nutzen, um aus der Vorbereitungs- eine größere Gruppe zu machen, die sich für "Lebensqualität durch Nähe" einsetzt. Im Rahmen einer "Elzacher Aktionswoche" vom 21. bis 27. September mit großem Programm (die BZ berichtet noch) wird am Donnerstag, 24. September, um 20 Uhr im Haus des Gastes die Auftaktsitzung von "Lebensqualität durch Nähe" stattfinden. 


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